Club BIT: Netzwerke für Barrierefreiheit, Inklusion und Teilhabe Forumsbeitrag | SightCity Forum 2026 Referent: Stefan Jakobs (stefan-jakobs.koeln – Agentur für ganzheitliche Barrierefreiheit) Datum: 27. Mai 2026 Vortrag-ID: F031012 Weitere Informationen: https://sightcity.net/F031012 ────────────────────────────────────────── ── Begrüßung & Vorstellung: Stefan Jakobs und seine Agentur ── Zum Mitschnitt des Forums vom 27.05.2026: „Club für Barrierefreiheit, Inklusion und Teilhabe – Club BIT." Referent: Stefan Jakobs. Viel Spaß mit dem Vortrag, danke. **Stefan Jakobs:** Ja, guten Abend – ja, ich sag mal schon fast guten Abend, ich mach jetzt mal hier den Rausschmeißer. Mein Name ist Stefan Jakobs, ich betreibe unter meinem Namen, stefan-jakobs.koeln, meine Agentur für ganzheitliche Barrierefreiheit. An dem Durchgang „ganzheitlich" liegt im Grunde der kleine Unterschied zu den anderen. Teil meines Angebotes ist der Club für Barrierefreiheit, Inklusion und Teilhabe. Daraus ergibt sich dann eben auch dieses digitale Wort BIT. Das ist ganz bewusst so gewählt, weil die digitale Teilhabe für vieles andere die Voraussetzung ist. Ich bin selber Netzwerker und Prozessbegleiter für meine Kunden, und damit Sie verstehen, wie das zusammenhängt – zeigen Sie mal bitte die nächste Folie. Wenn Sie die Folie nicht sehen können: Es steht nichts drauf, was ich nicht erzähle. ── Der Vier-Phasen-Prozess: Barrierefreiheit umsetzen ist wie Muffins backen ── Mein Angebot besteht also in einem strukturierten Prozess in vier Phasen, vom Check bis zur Umsetzung ganzheitlicher Barrierefreiheit. Sie sehen hier oben vier Flächen für die vier Phasen, die sind dann mit Linien mit einem Kreis darunter verbunden, auf dem weitere kleinere Flächen sind. Und mein Slogan ist: Barrierefreiheit umsetzen ist wie Muffins backen. Deswegen haben diese Flächen – von nicht ganz gesprochen – die Form, die Silhouette eines Muffins, jeweils. ── Club BIT: Netzwerke im Businessbereich ── Es gibt dann einen Teil – da kommen wir jetzt schon zum Club BIT –, der beinhaltet verschiedene Netzwerke. In der ersten, dem Club, ist der Accessibility Club: Das ist im Prinzip die Kunden-Community, die ich für meine Kunden zum Austausch anbiete, und mit dem man eben auch die Schwarmintelligenz nutzen kann. Das Zweite ist meine Unternehmergemeinschaft Barrierefreiheit, in der können meine Kooperationspartner sich austauschen und zusammenarbeiten. Zwei weitere Netzwerke betreibe ich innerhalb des KLUG-Netzwerks. Das KLUG-Netzwerk ist überregional, ist ein Unternehmer-Netzwerk, steht für Kompetente Lokale Unternehmergemeinschaft – da bin ich Städtepartner für Köln. Und darüber hinaus biete ich eben auch für Unternehmer mit Behinderungen noch das KLUG-Unternehmer mit Behinderungen an, als weiteres Netzwerk, wo man sich untereinander austauschen kann über die besonderen Herausforderungen, die man so als Unternehmer mit Behinderungen hat. Das ist soweit alles im Businessbereich, und ja – Vertrauen und ehrlicher Austausch sind mir da ganz wichtig. ── Gruppen für Aktive: Blue Light Dancer Community (Square Dance) ── Und der zweite Bereich im Club, das sind dann die Gruppen für Aktive. Da haben wir als Erstes die Blue Light Dancer Community – das ist eine Community für Square Dancer. Da hatten wir vorhin, hier auch mit Birgit Rudolf zusammen, schon einen Workshop, um zu zeigen, wie viel Spaß das macht. Das Tanzen an sich beim Square Dance ist barrierefrei, und mit der Blue Light Dancer Community will ich ermöglichen, dass die Rahmenbedingungen auch barrierefreier werden – also dass man Ansprechpartner hat für ortskundige Auskünfte, die man braucht, Mitfahrgelegenheiten organisieren kann, auch über den eigenen Club hinaus. Dann ist es viel wahrscheinlicher, dass man noch jemanden findet, dass man Hilfe bekommt vor Ort bei einer Square-Dance-Veranstaltung. ── Gemeinschaft der Eltern mit Sehbehinderung ── Und das Nächste ist dann die Gemeinschaft der Eltern mit Sehbehinderung. Das ist jetzt selber nicht so mein Thema, aber ich hab eine jüngere Schwester, die sehbehindert ist, und die hat mir gesagt: Du, Stefan, ich hab wirklich bisher nur Angebote gefunden für Eltern, die sehbehinderte Kinder haben. Aber wenn man als Elternteil sehbehindert ist, gibt's irgendwie nicht so richtig etwas, wo man sich mal auf einer Plattform austauschen kann. Ich will nicht ausschließen, dass es vielleicht irgendwelche WhatsApp-Gruppen gibt, aber das ist ja immer sehr temporär. Deswegen hab ich jetzt einfach diese Gemeinschaft ins Leben gerufen. Und wenn da jemand noch als Moderator meine Schwester unterstützen möchte, wären wir da auch sicherlich sehr dankbar, weil wenn man Kinder hat, ist man ja auch mitunter schon mal anderweitig beschäftigt. Das soll einfach auch helfen: Erfahrungsaustausch und Gespräche mit anderen Eltern, die in einer vergleichbaren Situation sind und das verstehen, einfach so helfen kann. Und wenn man sich dann auch mal trifft, profitiert auch das Kind davon, weil es erlebt: Es gibt auch andere Eltern, die schlecht sehen können – ist also gar nicht bei mir in meiner Familie etwas so Besonderes. ── Geocaching Access Group ── Dann hab ich noch die Geocaching Access Group im Aufbau. Dabei geht's um das Geocaching, und da gibt's auch viele blinde und sehbehinderte Menschen, die das, wie ich, klasse finden. Es gibt auch schon Bemühungen in Richtung Barrierefreiheit, aber das möchte ich mit dieser Organisation noch ein bisschen voranbringen. Das Ganze basiert ja für Geocacher auf geocaching.com, und da gibt es zum Beispiel Geocaches, die als barrierefrei gekennzeichnet sind, die es aber nicht sind – umgekehrt allerdings auch: Es gibt durchaus sehr schöne Caches, die allerdings nicht als solche hervorgehoben werden. Da kann man noch einiges bewegen und den Spaßfaktor noch vergrößern. Dafür möchte ich dann eben auch gucken, ob man Standards festlegen kann und auch hier Fahrgemeinschaften zu Events machen kann. Geocaching ist eine Form von moderner Schnitzeljagd – es gibt weltweit Tausende Menschen, die immer irgendwo etwas verstecken, was man dann über Hinweise und das Lösen von Rätseln finden kann. Es gibt auch Adventure Labs, das find ich auch sehr schön – wenn man eine Stadt damit erkundet, erfährt man durch das Lösen der Rätsel und die Informationen, die man zu dem einzelnen Ort bekommt, noch mal eine Stadt oder eine Region ganz anders. Man kriegt Informationen, die mitunter interessant sind, aber in keinem Reiseführer stehen. Ich find's total klasse, und das möcht ich einfach unterstützen. ── Tandemwelt-plus: Netzwerk für Tandem-Aktive ── Und das letzte Netzwerk ist dann noch tandemwelt-plus.net. Hier möchte ich, über aktive Tandemclubs, die es ja schon gibt, ein zusätzliches Angebot machen, dass man sich auch darüber hinaus vernetzen kann – vielleicht auch unabhängig von den Terminen der Clubs, um einen Tandem-Piloten zu finden, mit dem man zusammen aktiv sein kann. Dass man sich über Tandems und Zubehör und die Technik austauschen kann, und auch über geeignete Routen – weil es gibt durchaus auch Routen, wo man mit dem Tandem dann vielleicht in ein enges Drängelgitter in eine nicht ganz so glückliche Situation kommt. Und wenn man dann vorher schon die entsprechenden Tipps hat, dann weiß man, dass man da vielleicht einen etwas anderen Weg parallel fahren muss, und kann dann gut fahren. ── Organisation, Finanzierung und Kontakt ── Das sind so die Bereiche, die ich hier organisiere für diese ganzen Netzwerke. Ich biete ein barrierefreies Online-Forum an, also DSGVO-konform und barrierefrei, um eben den Austausch gut zu ermöglichen. Und die Gruppen für Aktive – da ist die Aktivität kostenlos, weil meine Kooperationspartner, von denen ich ja vorhin gesprochen hab, bei der Unternehmergemeinschaft für Barrierefreiheit, von mir Aufträge von meinen Kunden vermittelt bekommen, diese abarbeiten, und ich bekomme dafür Provision. Mit den Provisionen finanzier ich im Prinzip diese beitragsfreien Gruppen – das ist so die Idee dahinter. Das heißt also auch: Wenn Sie mir jetzt einen Kunden vermitteln und ich krieg dahinter von meinem Kooperationspartner eine Provision, dann haben Sie gleichzeitig auch was Gutes getan für die Gruppe für Aktive, in der Sie dabei sind. Danke, und das Ganze begünstigt sich dann so gegenseitig. Wie gesagt, ich bin Netzwerker, und das leb ich hierbei voll aus, und freu mich über Menschen, die da mitmachen wollen, und stehe für Fragen gerne zur Verfügung. Vielleicht jetzt noch – haben wir sogar noch ein paar Minuten, weil ich mich kurz gefasst hab. Ansonsten können Sie mich auch gerne sonst erreichen und ansprechen. **Moderation:** Bitte? **Stefan Jakobs:** Ich habe ja keinen Stand – ich steh hier nur, ich sitze nicht –, aber einen anderen Stand als den, den ich jetzt hier auf dem Podium hab, hab ich hier nicht. Aber unter – Stefan, geschrieben wie gesprochen, minus Jakobs, Jakobs mit S am Ende, Punkt Köln – finden Sie mich über Google, beziehungsweise ist das meine Domain, können Sie direkt auch aufrufen. Aber auch so, wenn Sie also in Google jetzt „Stefan Jakobs" und „Köln" eingeben, haben Sie mich sofort. Ich hab auch bei Google ein Unternehmensprofil, was dann direkt angezeigt wird, mit meinen Kontaktdaten. Also mich zu finden ist kein Problem. Danke. **Moderation:** Ja, gibt es irgendwelche Fragen noch hier im Publikum? **Frage aus dem Publikum:** Jakobs – interessant, dieses Vernetzungsthema so anzugehen, von so verschiedenen, wie ich das merke, persönlich engagierten Seiten. Ich fand's toll, ich werd Sie mal googeln, und – ich bin ja auch in Köln – vielleicht können wir da mal was zusammen machen. **Stefan Jakobs:** Ja, ja, gerne, also – wie gesagt, bis auf die Gemeinschaft der Eltern mit Sehbehinderung haben die anderen drei Netzwerke bei den Gruppen für Aktive natürlich auch was mit meinen eigenen Hobbys zu tun, die ich selber betreibe. Aber auch wenn jetzt jemand anders noch so ein Thema hat, oder sagt: Oh ja, da würde ich mich auch gerne einbringen mit einem Freizeitinteresse oder einem Anliegen – so wie jetzt bei den Eltern mit Sehbehinderung, was ich dann auch moderieren würde –, da kann man darüber sprechen. Also diese vier Gruppen sind jetzt nicht das letzte Angebot – die Technik ist ja da, ob da jetzt noch ein Netzwerk mehr dazukommt oder nicht, das macht den Kohl auch nicht mehr fett, ja. Mehr Informationen finden Sie unter sightcity.net/F031012. Vielen Dank und bis zur nächsten SightCity, tschüss. ────────────────────────────────────────── Mehr Informationen: https://sightcity.net/F031012