27.05.2026
10:45 – 11:45
ID: F031002

de
Der Nachteilsausgleich einer Sinnesbehinderung erfolgt in der Regel über die Nutzung anderer Sinne. Beim Sehschaden sind die benutzten Mechanismen der Bild und Schrifterkennung Vergrößerung, Kontrastanhebung bis hin zur sprachlichen Umschreibung. Die Orientierung in unbekannter Umgebung wird durch Navigationsprogramme im Freien in Kombination mit architekturbegleitender in House Mobilität gewährleistet. Langstock und Führ-Hunde ergänzen die sichere Micronavigation.
Derzeitig helfen basale Hilfsmittel wie Lupen, Fernrohrlupensysteme, Langstock und taktile Systeme den Nachteilsausgleich zu erleichtern. Zunehmend drängen sich KI unterstützte Geräte mit Sprachausgabe, digitaler Navigation, Beschreibung und Mikronavigation in die Nutzung der Betroffenen. Damit einher geht eine Vereinheitlichung der Systeme basierend auf Energieversorgung, digitaler Infrastruktur und vertraglichen Abhängigkeiten. Diese Kombination ersetzt basale Geräte und Techniken durch hochkomplexe Abhängigkeiten mit großem individuellem Mehrwert in der Teilhabe. Letztendlich scheint die Verheißung einer vollständigen individuellen Mobilität und persönlichen Assistenz in greifbarer Nähe.
Wie positionieren sich in diesem Kontext die Stakeholder der visuellen Rehabilitation? Welche Richtung nimmt die Konzeption, Neuentwicklung und Planung von Hilfsmitteln? Welche Strategien verfolgen Betroffene in Zukunft. Was muss gelernt und gelehrt werden. Brauchen wir so etwas wie Hilfsmittelherstellern, Rehalehrer, Berufsförderungswerke und die Sight City in 20 Jahren überhaupt noch? Der Vortrag thematisiert die strategischen Fragen, welche sich aus den aktuellen Entwicklung ergeben. Werden alte in neue Abhängigkeiten münden? Wie können resiliente Techniken etabliert werden, die erhaltenswerte Funktionalitäten mit neuen Techniken verbinden.
Prof. Dr. Dr. h.c. Norbert Schrage Kliniken der Stadt Köln, Augenklinik Merheim
Diese Veranstaltung ist bereits beendet. Die Aufzeichnung wird derzeit aufbereitet und durchläuft den Freigabeprozess durch die Referentin/den Referenten. Sobald dieser abgeschlossen ist, werden Sie den Mitschnitt hier sowie auf unserem YouTube-Kanal finden. Folgen Sie uns gerne auf unseren Social-Media-Kanälen, um über neue Veröffentlichungen informiert zu bleiben.
Hinweis
Für die Inhalte der Ausstellerpräsentation sowohl auf der Webseite des Veranstalters als auch auf der des jeweiligen Ausstellers ist ausschließlich der Aussteller selbst verantwortlich. Der Veranstalter übernimmt keinerlei Verantwortung oder Haftung.