28.05.2026
13:45 – 14:15
ID: F032008

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Kinder und Jugendliche mit Behinderungen erleben deutlich häufiger sexualisierte Gewalt als ihre Altersgenoss*innen ohne Behinderung. Besonders betroffen sind Mädchen und Jungen mit Sehbehinderungen: Studien zeigen, dass bis zu 40 % der blinden Frauen in Kindheit oder Jugend sexuellen Missbrauch erleben – fast doppelt so viele wie im Bevölkerungsdurchschnitt.
Doch warum ist das Risiko so hoch? Die Unabhängige Kommission des Bundes zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs benennt zentrale Gründe: Abhängigkeit, fehlende Aufklärung und strukturelle Machtungleichgewichte. Welche Strukturen Missbrauch begünstigt haben, welchen Personen sich Kinder anvertrauen konnten oder auch nicht, und welche Folgen die Gewalt für Blinde und Sehbehinderte hatte, können uns heute erwachsene Betroffene berichten. Die Aufarbeitungskommission hört ihre Berichte an und nutzt die Erkenntnisse, um Politik und Gesellschaft auf die Forderungen von Betroffenen aufmerksam zu machen.
Der Vortrag stellt aktuelle Erkenntnisse der Aufarbeitungskommission vor, erklärt ihre Arbeitsweise und und fragt: Wie können wir Betroffene stärken, Aufarbeitung barrierefrei gestalten und strukturelle Defizite im Kinderschutz überwinden? Ziel ist es, das Schweigen zu brechen und gemeinsam Wege für mehr Schutz, Empowerment und Aufarbeitung zu finden.
Sonja Gerth, Referentin bei der Unabhängigen Kommission des Bundes zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs
Diese Veranstaltung ist bereits beendet. Die Aufzeichnung wird derzeit aufbereitet und durchläuft den Freigabeprozess durch die Referentin/den Referenten. Sobald dieser abgeschlossen ist, werden Sie den Mitschnitt hier sowie auf unserem YouTube-Kanal finden. Folgen Sie uns gerne auf unseren Social-Media-Kanälen, um über neue Veröffentlichungen informiert zu bleiben.
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